Oltrarno bedeutet "jenseits des Arnos" und war einst Ausdruck geringer Wertschätzung für das südliche Ufer des Flusses. Die Gegend galt als wenig attraktive Wohngegend, war sie doch zu weit entfernt von den prachtvollen Pallazi der Stadt. In 1550 verlegten die Medici ihren Wohnort nach Oltrarno und herrschten von dort aus die darauffolgenden drei Jahrhunderte über die Toskana. Mit den Medici fanden auch immer mehr wohlhabende Florentiner den Weg an das Südufer des Flusses. Im späten 16.und 17. Jahrhundert befanden sich dann zahlreiche imposante Paläste entlang der Via Maggio und des Platzes Santo Spirito.

Heute ist Oltrarno verglichen mit der anderen Seite des Arnos ein eher ruhiges, beschauliches Viertel, welches zahlreiche Künstler, Antiquitätenhändler und Ateliers beheimatet. Es lohnt sich in die Seitenstrassen einzutauchen und das alte Oltrarno zu entdecken. Hier ein kleines Lebensmittelgeschäft oder ein gemütliches Restaurant dort ein Atelier oder eine alte Werkstatt in die man neugierige Blicke werfen kann. Nicht entgehen lassen sollte man sich den Palazzo Pitti, die Boboli Gärten und Santo Spirito- Brunelleschi's letzte Kirche- mit seiner schlichten Fassade.
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